Hamburg, 28.04.2019, von Sönke Thomsen

Absicherung des Marathon in Hamburg

Knapp 25.000 Teilnehmer gingen am Sonntag bei der 34. Auflage des Hamburg Marathon an den Start, während Ahrensburger THW-Helfer am Streckenrand für die Sicherheit sorgten.

Das Wetter am Sonntag war das, was die Hamburger gemeinhin als „Schietwedder“ bezeichnen: Es war kalt und es regnete in einer Tour. Doch dieses Wetter hielt – laut Veranstalter - bummelich 25.000 Sportler und – laut Angaben der Polizei – rund 350.000 Zuschauer nicht davon ab, beim Marathon in Hamburg mitzumachen und zuzuschauen. Und auch Einsatzkräfte von Technischem Hilfswerk, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren mit dabei und sorgten an und auf der Strecke für die Sicherheit.

Während der reguläre Marathon über 42,195 Kilometer geht, war es den Sportlern auch möglich über die halbe Distanz anzutreten und einen Halbmarathon zu laufen. Wer nicht die komplette Distanz laufen wollte, bekam die Möglichkeit in einer Staffel mit mehreren Läufern anzutreten.

Einsatzkräfte an und auf der Strecke

Abgesichert wird die Sportveranstaltung von zahlreichen freiwilligen Helfern, darunter viele Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) oder Deutsches Rotes Kreuz und auch der Polizei. Die Helfer des THW-Ortsverband Ahrensburg hatten dabei, wie schon in den vergangenen Jahren, den wohl schönsten Streckenabschnitt an den Landungsbrücken – mit Blick auf den Hafen und die vorbeifahrenden Schiffe. Viele Tausende Touristen und Fischmarktbesucher säumten trotz Regen den Straßenrand und feuerten die Sportler an.

Die Aufgabe der Helfer bei solchen Sportveranstaltungen besteht darin, den Streckenrand in enger Absprache mit dem Veranstalter und der Polizei abzusperren und zu überwachen. So soll verhindert werden, dass Passanten und Autofahrer die Strecke überqueren und Unfälle provozieren. Die Einsatzkräfte stehen über Funk in engem Kontakt mit der Einsatzleitung und können so bei Bedarf jederzeit einen Krankenwagen oder sonstige Hilfe anfordern. Unterstützt werden die Streckenposten von den Beamten der Hamburger Polizei.

Der frühe Vogel entkommt dem Abschlepper

Bereits um kurz vor 6 Uhr war Dienstantritt für die Ahrensburger THW-Kräfte. Wenige Minuten vor 8 Uhr sollten die Straßen im Streckenabschnitt gesperrt und frei von Hindernissen sein. Für so manchen ergab sich hier die letzte Möglichkeit sein im Halteverbot geparktes Fahrzeug noch schnell umzuparken, bevor die Abschleppwagen anrückten. Da auch der Busverkehr auf der Laufstrecke während der Veranstaltung eingestellt war, blieb vielen Fischmarktbesuchern nur ihre Einkäufe zu Fuß nach Hause zu schleppen. Wenn der letzte Läufer durch ist, überlässt dieser der Stadtreinigung das Feld, welche die Straße noch einmal reinigt bevor diese letztendlich freigegeben werden kann. Während die Sperrungen zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken bereits gegen kurz nach 12 Uhr wieder aufgemacht werden konnten, dauerte dieses am Ende der 42 Kilometer noch bis in den späten Nachmittag. Schließlich ist nicht jeder der 25.000 Läufer bereits nach 2:08:27 Stunden im Ziel, wie der diesjährige Sieger Tadu Abate aus Addis Abeba.

Das Technische Hilfswerk in Ahrensburg

Der Ortsverband Ahrensburg ist einer von bundesweit 668 Standorten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Ihm gehören rund 60 aktive Helferinnen und Helfer an. In der Jugend- und der Minigruppe sind zudem über 45 Jugendliche zwischen 6 Jahren und 18 Jahren aktiv. In der Jugendabteilung werden die Kinder spielerisch an die Aufgaben des THW herangeführt, erlangen handwerkliche Fähigkeiten, lernen Sozialverhalten und vieles mehr.

Jeder THW-Ortsverband besitzt neben 2 Bergungsgruppen eine spezielle Fachgruppe. In Ahrensburg ist dieses die Fachgruppe Beleuchtung. Da in den umliegenden Ortsverbänden weitere Fachgruppen wie Räumen, Pumpen oder Ortung positioniert sind, können bei Bedarf schnell und unkompliziert die passenden Einheiten hinzu alarmiert werden. Durch dieses System erstreckt sich der Einsatzradius nicht nur auf den südlichen Kreis Stormarn, sondern vereinzelt sogar auf das gesamte Bundesgebiet. In seiner 50jährigen Geschichte war der Ortsverband auch bereits im Ausland im Einsatz, zum Beispiel im Jahr 2000 in Frankreich zur Beseitigung von Sturmschäden.

Wer sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren möchte oder für sein Kind einen Platz in der Jugend- oder Minigruppe haben möchte, darf gerne jederzeit unverbindlich zu einem Schnupperdienst beim THW Ahrensburg im Roggenweg vorbeischauen. Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.thw-ahrensburg.org oder per E-Mail unter info@thw-ahrensburg.org.


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