Hamburg, 25.08.2019, von Sönke Thomsen

Absicherung von Europas größtem Radrennen

Hamburg - Das Technische Hilfswerk (THW) sorgte am Sonntag zusammen mit den Rettungsdiensten, diversen Feuerwehren und der Polizei für die Sicherheit am Streckenrand der Cyclassics. Rund 15.000 Radsportler gingen bei Europas größtem Radrennen an den Start.

Seit mittlerweile 24 Jahren finden die Cyclassics in Hamburg und Umgebung statt. Die Cyclassics gelten mit rund 15.000 Teilnehmern als das größte Radrennen Europas. Wie bereits im vergangenen Jahr führte die Strecke dieses Mal nicht durch Hamburg und Niedersachsen, sondern durch Hamburg und Schleswig-Holstein. Gefahren werden die Cyclassics über die Distanzen von 60, 100 und 160 Kilometer.

Sicherheit am Streckenrand

Am Streckenrand beobachteten nicht nur 500.000 Zuschauer das Radrennen, sondern auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer vom Technischen Hilfswerk, welche alljährlich zusammen mit den Rettungsdiensten, diversen Feuerwehren und der Polizei für die Sicherheit bei der Veranstaltung sorgen. Die Helfer haben stets ein Auge auf das Geschehen am Streckenrand und auf der Strecke. Im Falle eines Unfalls leisten sie erste Hilfe und haben einen direkten Draht zur Einsatzleitung um bei Bedarf schnell weitere Hilfe zu alarmieren. Insgesamt wurden in diesem Jahr 22 RTW-Einsätze registriert, schwere Verletzungen blieben jedoch glücklicherweise aus.

Außerdem achten die Streckenposten darauf, dass Verkehrsteilnehmer und Passanten die Radstrecke nicht queren. Oft dienen die Streckenposten dabei auch als Ansprechpartner für all die Menschen, die durch die Absperrungen nicht weiterwissen und erklären beispielsweise den Weg zur nächsten Autobahn oder dem nächsten Bahnhof.

Für die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte fängt die Arbeit jedoch immer bereits weit vor dem Start des eigentlichen Rennens an. Bevor die ersten Sportler auf die Strecke gelassen werden, bauen die Helfer die Absperrungen auf und sperren die Zuwege. Nach Ende der Veranstaltung und der Freigabe durch die Polizei werden die Absperrungen wieder abgebaut.

Cyclassics zum zweiten Mal in Ahrensburg

Während die 60 Kilometer-Strecke hauptsächlich auf Hamburger Gebiet verläuft, führen die beiden anderen Strecken die Teilnehmer auch durch die Landkreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg im Osten Hamburgs. Neben knapp 15.000 Amateur-Sportlern nahm auch ein etwa 100-köpfiges Fahrerfeld von Elitesportlern aus aller Welt teil. Die Cyclassics sind Teil der UCI World Tour, zu der unter anderem auch die weltbekannte Tour de France gehört.

Durch die im vergangenen Jahr eingeführte neue Streckenführung kamen die Cyclassics in diesem Jahr zum zweiten Mal nach Ahrensburg und weitere Teile des Kreises Stormarn. Nicht nur bei den Bewohnern der Schlossstadt war die Vorfreude auf dieses Event erneut sehr groß, sondern auch bei den Helfern des THW-Ortsverbandes Ahrensburg. Bot sich doch schließlich auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit die Veranstaltung einmal direkt vor der Haustür abzusichern, statt wie sonst nach Hamburg zu fahren. Doch daraus wurde leider nichts, wie Sönke Thomsen, der Sprecher des Ortsverbandes erklärt: „Der Veranstalter hätte uns sehr gerne in Ahrensburg an der Strecke gesehen. Wir uns aus. Aber wir mussten am Nachmittag noch einen Ortswechsel vornehmen, um das Eliterennen am Waseberg in Blankenese abzusichern. Auch dieses war ein expliziter Wunsch des Veranstalters. Leider hätten wir den Wechsel an das westliche Ende Hamburgs nicht rechtzeitig geschafft.“ So kam es, dass die Ahrensburger THW-Kräfte deshalb zunächst ab dem frühen Morgen einen Streckenabschnitt in Mundsburg absicherten, um so zeitlich und räumlich näher an Blankenese zu sein.

Am Nachmittag dann der Wechsel nach Blankenese. Die Besonderheit des Streckenabschnittes am Waseberg liegt nicht nur an dem zu bewältigenden Höhenunterschied, sondern auch an der Streckenführung. Die Profi-Radrennfahrer bewältigen nicht 60, nicht 100 und auch nicht 160 Kilometer, sondern ganze 220 Kilometer. Die zusätzlichen Kilometer werden durch mehrere Runden über den Waseberg erreicht. Insgesamt vier Mal kamen die Elitesportler innerhalb von zwei Stunden bei den Einsatzkräften und den Zuschauern vorbei.

Das Technische Hilfswerk in Ahrensburg

Der Ortsverband Ahrensburg ist einer von bundesweit 668 THW-Standorten. Ihm gehören rund 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an. In der Jugend- und der Minigruppe sind zudem über 45 Jugendliche zwischen 6 Jahren und 18 Jahren aktiv, wo sie neben sozialem Engagement auf spielerische Art und Weise an die Aufgaben des THW herangeführt werden.

Das Einsatzspektrum vom Technischen Hilfswerk ist vielfältig - von der Hilfe bei Umweltkatastrophen, einsturzgefährdeten Gebäuden, Ausleuchtung, Notstromversorgung oder auch die Absicherung von Sportveranstaltungen. Jeder THW-Ortsverband besitzt neben einer Bergungsgruppe auch eine Fachgruppe Notversorgung & Notinstandsetzung sowie jeweils eine weitere, spezielle Fachgruppe. In Ahrensburg ist dieses bisher die Fachgruppe Beleuchtung gewesen, welche jedoch im Oktober durch eine Fachgruppe Elektroversorgung ersetzt wird – wobei Ausstattung und die Einsatzmöglichkeiten des Ortverbandes gleichbleiben und sogar noch ausgebaut werden. Da in den umliegenden Ortsverbänden weitere Fachgruppen wie Führung/Kommunikation, Pumpen oder Ortung positioniert sind, können bei Bedarf schnell und unkompliziert die passenden Einheiten hinzu alarmiert werden. Durch dieses System erstreckt sich der Einsatzradius nicht nur auf das südliche Schleswig-Holstein, sondern vereinzelt sogar auf das gesamte Bundesgebiet oder auch Auslandseinsätze.


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