Ahrensburg, 30.06.2020

Rückkehr zum regulären Dienstbetrieb beim THW Ahrensburg

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, aber zumindest kann das alltägliche Leben inzwischen Stück für Stück zurückkehren. Ab heute herrscht auch beim THW-Ortsverband Ahrensburg wieder der reguläre Dienstbetrieb. Inaktiv war der Ortsverband während der fast viermonatigen Corona-Pause aber nicht - im Gegenteil!

Nach und nach werden die im März zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen von den zuständigen Landesregierungen immer mehr gelockert und das öffentliche Leben kann schrittweise zurückkehren. Es gab und gibt eigentlich keinen Menschen und keine Branche, die nicht von der Corona-Pandemie betroffen war und noch immer ist. Nach fast vier Monaten kehrt auch in Ahrensburg bei den ehrenamtlichen Helfern vom Technischen Hilffswerk ab dieser Woche ein Stück Normalität zurück.

Seit März reduzierter Dienstbetrieb - der Gesundheit zuliebe

Als Zivilschutzorganisation des Bundes ist es die Aufgabe vom Technischen Hilfswerk in Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen die Bevölkerung zu schützen. Um dieses auch während der Corona-Krise zu gewährleisten und die Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten, hat die THW-Leitung in Bonn im März beschlossen den Dienstbetrieb der bundesweit 668 Ortsverbände vorerst auf das nötigste zu reduzieren. Das Ziel dieser Maßnahme war es, das Ansteckungsrisiko für die eigenen Helfer auf ein Minimum reduzieren und die Einsatzfähigkeit so aufrecht zu erhalten. Denn: Nur wenn ausreichend gesunde Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, können diese einsatzbereit bleiben und somit auch anderen Menschen helfen. Der Schutz der Gesundheit unserer Helferinnen und Helfer hat bei uns daher oberste Priorität.

Fast drei Monate lang lag der reguläre Ausbildungs- und Dienstbetrieb durch Corona brach. Lediglich Dienste, die der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft dienen, waren zugelassen. Dazu zählen u.a. notwendige Reparaturen oder auch die Verwaltung. So wurde von den Führungskräften regelmäßig abgefragt, welche Einsatzkräfte gesund und somit einsatzfähig sind. Ausbildung, Fortbildungsveranstaltungen, aber auch geselliges Beisammensein waren untersagt. Auch für die Jugend- und die Minigruppe fielen seit März die Dienste aus.

Zurück zum regulären Dienstbetrieb - mit Abstand und Hygiene

Seit einigen Wochen wird der Dienstbetrieb anhand eines Phasenmodells geplant und durchgeführt. Welche Dienste in welcher Phase durchgeführt werden dürfen und welche Hygienevorschriften dafür gelten, ist regional unterschiedlich und wird unter Beachtung der aktuellen Corona-Fälle vom zuständigen Landesverband entschieden. Ab dem 30. Juni kann der Dienstbetrieb im Ortsverband Ahrensburg vorerst wieder weitgehend regulär stattfinden. Natürlich wird streng darauf geachtet, dass die gelten Hygiene-und Abstandsregeln eingehalten werden und auch der Verlauf der Corona-Pandemie wird stetig im Auge behalten, um den Dienstbetrieb jederzeit entsprechend der Lage anpassen zu können.

Trotz Corona-Pause waren die Ahrensburger THW-Helfer nicht inaktiv. Im Gegenteil.

Bummelich vier Monate unterlag der Dienstbetrieb einer Corona-Pause. Doch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren alles andere als inaktiv. Sogar das Gegenteil war der Fall. Da die Beibehaltung der Einsatzfähigkeit oberste Priorität besaß, waren die Helferinnen und Helfer durch eine Reihe von Einsätzen gefordert. Der Großteil dieser Einsätze stand in direktem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Für den Kreis Stormarn wurde von den THW-Helfern in Ahrensburg eine Corona-Teststation errichtet. Hierfür stellte der Ortsverband nicht nur Material zur Verfügung und bauten Schutzwände für die Einsatzkräfte, sondern halfen auch mehrere Wochen lang personell beim Betrieb der Teststation im Gewerbegebiet. Ein Testabstrich war nur nach vorheriger Überweisung vom Hausarzt möglich. Am Meldekopf empfingen die THW-Helfer die zu der Teststation geschickten Patienten und überprüften die Daten der Patienten.

Aber auch im Hintergrund war der Ortsverband Ahrensburg aktiv. Der Beaufragte für Öffentlichkeitsarbeit unterstützte von Ostern bis Pfingsten als sogenannter S5 den Leitungs- und Koordinierungstab beim THW-Landesverband in Kiel im Bereich der Presse- und Medienarbeit. Hier wird bei größeren Einsäten für die drei nördlichen Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zentral eigene Pressearbeit betrieben, eingehende Presseanfragen bearbeitet und koordiniert, aber auch interne Öffentlichkeitsarbeit betrieben, wie zum Beispiel mit der Erstellung eines regelmäßigen Corona-Newsletters und einer täglichen Lagemeldung für die Helfer.

Auch als an Himmelfahrt in Grönwohld ein Reitstall brannte waren die Ahrensburger THW-Helfer zusammen mit dem THW-Ortsverband Hamburg-Wandsbek im Einsatz, wo mit einem Bagger das abgebrannte Gebäude eingerissen wurde. Natürlich standen auch hier zum Schutz der Einsatzkräfte die erforderlichen Hygienemaßnahmen im Vordergrund.

Das Technische Hilfswerk

Der Ortsverband Ahrensburg ist einer von bundesweit 668 THW-Standorten. Dem Ortsverband Ahrensburg gehören rund 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an. In der Jugend- und der Minigruppe sind zudem über 45 Jugendliche zwischen 6 Jahren und 18 Jahren aktiv, wo sie neben sozialem Engagement auf spielerische Art und Weise an die Aufgaben des THW herangeführt werden.

Das Einsatzspektrum vom Technischen Hilfswerk ist vielfältig - von der Hilfe bei Umweltkatastrophen, einsturzgefährdeten Gebäuden, Ausleuchtung, Notstromversorgung oder auch die Absicherung von Sportveranstaltungen. Jeder THW-Ortsverband besitzt neben einer Bergungsgruppe auch eine Fachgruppe Notversorgung & Notinstandsetzung sowie jeweils eine weitere, spezielle Fachgruppe. In Ahrensburg ist dieses bisher die Fachgruppe Beleuchtung gewesen, welche jedoch im vergangenen Oktober durch eine Fachgruppe Elektroversorgung ersetzt wurde – wobei Ausstattung und die Einsatzmöglichkeiten des Ortverbandes gleich blieben und sogar noch ausgebaut werden. Da in den umliegenden Ortsverbänden weitere Fachgruppen wie Führung/Kommunikation, Pumpen oder Ortung positioniert sind, können bei Bedarf schnell und unkompliziert die passenden Einheiten hinzu alarmiert werden. Durch dieses System erstreckt sich der Einsatzradius nicht nur auf das südliche Schleswig-Holstein, sondern vereinzelt sogar auf das gesamte Bundesgebiet oder auch Auslandseinsätze.


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