12.09.2020, von Sönke Thomsen

Vier neue Helfer nach bestandener Basisausbildung

Acht Helferanwärter aus dem THW-Regionalstellenbereich Lübeck legten am Wochenende in Mölln ihre Grundausbildungsprüfung ab. Auch für vier Helfer aus dem Ortsverband Ahrensburg ein erfolgreicher Tag.

Wer aktiv beim Technischen Hilfswerk mitwirken möchte, der muss zunächst eine Basisausbildung absolvieren. Insgesamt acht Helferanwärter aus dem THW-Regionalstellenbereich Lübeck traten am Samstag in Mölln nun zu ihrer Abschlussprüfung an. Die Basisausbildung ist nötig, um in Einsätzen voll mitwirken zu können und dauert im Schnitt etwa ein halbes Jahr.

Aus dem Ortsverband Ahrensburg traten die vier Helferanwärter Tabea Dehns, Christin Zimmermann, Martin Suxdorf und Stefan O‘Swald an. Alle vier bestanden ihre Prüfung mit Bravour und ergänzen fortan den Technischen Zug in ihrer Arbeit.

Plätze für neue Helferanwärter frei 

Wer ebenfalls Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit mit moderner Technik hat, sollte sich beim nächstgelegenen THW-Ortsverband melden. Die neue Grundausbildungsperiode beim THW Ahrensburg beginnt ab sofort. Mitmachen kann jeder, der das 17. Lebensjahr erreicht hat. Technische Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Selbstverständlich sind auch Frauen jederzeit willkommen, beim Technischen Hilfswerk mitzuwirken. Schon jetzt sind über 10 Prozent der knapp 86.000 ehrenamtlichen Helfer in ganz Deutschland weiblich.

Normalerweise gilt: Wer Interesse an einer Mitwirkung beim Technischen Hilfswerk hat, ist jederzeit herzlich eingeladen auf einen Dienstag zwischen 19 und 22 Uhr unverbindlich beim Ortsverband im Roggenweg 5 vorbei zu schauen. In der momentanen Situation um Covid-19 empfiehlt es sich, bei Interesse den Ortsverband zuerst einmal per E-Mail unter info(at)thw-ahrensburg.de zu kontaktieren.

Über die Grundausbildung 

In der Basisausbildung lernen neue Helfer und Junghelfer die zu aktiven Helfern werden wollen, die Grundlagen im Umgang mit unseren gebräuchlichsten Geräten und natürlich auch die notwendigen theoretischen Sachen wie z.B. Grundlagen der Arbeitssicherheit oder im Funken. Wenn die Helfer diese Ausbildung hinter sich haben, wechseln sie in eine der (Teil-)Einheiten, wie z.B. die Fachgruppe Elektroversorgung, in denen sie dann auch im Einsatzfall mitwirken.

Abgeschlossen wird die 75 Stunden (ca. sechs Monate) umfassende Ausbildung mit einer Prüfung, die aus drei Prüfungsteilen besteht: Einer theoretischen, einer Einzelprüfung sowie einer Teamprüfung.

Die Grundausbildung umfasst folgende Lernabschnitte:

  • Das THW im Gefüge des Zivil- und Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr von Bund und Ländern / THW und Arbeitgeber
  • Grundlagen der Arbeitssicherheit
  • Arbeiten mit Leinen, Spanngurten, Drahtseilen, Ketten und Rundschlingen
  • Umgang mit Leitern Holz-, Metall- und Gesteinsbearbeitung Bewegen von Lasten
  • Arbeiten im und am Wasser
  • Ausleuchten von Einsatzstellen
  • Verhalten im Einsatz
  • Grundlagen Rettung und Bergung
  • Einsatzgrundlagen

Das Technische Hilfswerk in Ahrensburg 

Der Ortsverband Ahrensburg ist einer von bundesweit 668 Standorten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Ihm gehören rund 50 aktive Helferinnen und Helfer an. In der Jugend- und der Minigruppe sind zudem über 45 Jugendliche zwischen 6 Jahren und 18 Jahren aktiv. In der Jugendabteilung werden die Kinder spielerisch an die Aufgaben des THW herangeführt und erlangen handwerkliche Fähigkeiten, lernen Sozialverhalten und vieles mehr.

Das Einsatzspektrum vom Technischen Hilfswerk ist vielfältig - von der Hilfe bei Umweltkatastrophen, einsturzgefährdeten Gebäuden, Ausleuchtung, Notstromversorgung oder auch die Absicherung von Veranstaltungen. Jeder THW-Ortsverband besitzt neben einer Bergungsgruppe auch eine Fachgruppe Notversorgung & Notinstandsetzung sowie jeweils eine weitere, spezielle Fachgruppe. In Ahrensburg ist dieses viele Jahre die Fachgruppe Beleuchtung gewesen, welche jedoch im vergangenen Oktober durch eine Fachgruppe Elektroversorgung ersetzt wurde – wobei die Ausstattung und die Einsatzmöglichkeiten des Ortverbandes gleich blieben und sogar noch ausgebaut wurden.

Da in den umliegenden Ortsverbänden weitere Fachgruppen wie Führung/Kommunikation, Pumpen oder Ortung positioniert sind, können bei Bedarf schnell und unkompliziert die passenden Einheiten hinzu alarmiert werden. Durch dieses System erstreckt sich der Einsatzradius nicht nur auf das südliche Schleswig-Holstein, sondern vereinzelt sogar auf das gesamte Bundesgebiet oder auch Auslandseinsätze.


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